Dielämmer 03 - Das Making of
Abstrakte Gemälde, Skulpturen, Schwarz-Weiss-Fotografien und Kompositionen der unterschiedlichsten Materialien haben sich wieder einmal zu einer außergewöhnlichen Ausstellung vereint.
Die Fotos entstanden beim gemeinschaftlichen Aufbau der Ausstellung. Die Künstler der Galerie eröffneten am 12. Dezember 2003 ihre dritte Gemeinschaftsausstellung. 15 der insgesamt über 20 Köpfe zählenden Galeriegemeinschaft präsentierten eine Auswahl ihres Schaffens.
Ingeborg Broska, Annu Koistinen, Robert Jordan, Anne Blass, Manfred Greulich-Blass, Gudrun Lintz, Uwe Dressler, Janne Gronen, Hanne Horn, Marlies Thomas, Werner Franzen, Anna Neumann, Dieter Stürmann, Jürgen Holitschke und Lissy Busch-Holitschke zeigen einen Ausschnitt dessen, womit sie sich in diesem Jahr beschäftigt haben.
Viele der Ausstellungsstücke haben einen gesellschaftskritischen Hintergrund, manche offenbaren ihn ganz unverblümt, andere erst bei genauerem Hinschauen. So zum Beispiel der Kompositionen von Jürgen Holitschke.
Er entfremdet Gegenstände, indem er sie mit Fahrradschläuchen umwickelt. Dazwischen hängen Fotografien aus der Umgebung von Grevenbroich, die mit Körperteilen überfahrender Tiere bestückt wurden. Dadurch wird der ökologische Aspekt betont, meint Lissy Busch-Holitschke.
Wir fahren selten mit dem Auto, und wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, dann sieht man viele überfahrene Tiere. Sie selbst trägt zur Ausstellung mit einem Werk mit dem Titel Trautes Heim bei. Zahlreiche Apfelsinenkisten sind nebeneinander aufgestellt und mit Gartennachbildungen bestückt worden. An der Wand befinden sich Streichholzschachteln, die ähnlich uniform arrangiert wurden. Sie sei von Reihenhäusern inspiriert worden, welche zwar Wärme und Sicherheit versprechen, andererseits aber auch ein perfektes Verhalten verlangen würden.
Annu Koistinen macht auf andere Weise die gesellschaftliche Forderung nach Gleichheit zum Thema. Die kleinen Engel, die in Gläsern mit einer blauen Flüssigkeit schwimmen, symbolisieren die Gefahren der Genforschung. Die Aufhebung des Embyonenschutzes hat mich entsetzt, berichtet die Künstlerin. Für sie sei das Züchten von Menschen eine Horrorvision.
Die ausgestellten Bilder von Janne Gronen sind ganz in blau-schwarz gehalten, doch vermitteln sie keine bedrohliche Stimmung. Auch die Dunkelheit soll zu ihrem Recht kommen. Dunkelheit bedeutet mehr zu spüren, als zu wissen.
Hier geht's zur "Eröffnung Dielämmer 03"
