Erdtafel III
Lissy Busch-Holitschke - Erdtafel III

Nach Erdtafel I und II, die bereits im Sommer 2003 entstanden, setzt die Künstlerin den Zyklus zum Thema Eßkultur nun fort. In einem Entstehungsprozess, der mit der Eröffnung am 6. Februar 2004 um 20.00 Uhr seinen Abschluss gefunden hat, beginnt der gewollte Verfall der fast 15 Meter langen Tafel. Die Eröffnungsrede hielt die Kunsthistorikerin Dr. Dagmar Täube.

Auch Erdtafel III inszeniert die Tafel als Verlockung, die vermeindliche Gemeinschaft, das Beisammensein entpuppt sich bei genauerer Betrachtung jedoch als trügerisch. Denn die 40 Gedecke aus keimenden Weizensamen liegen sich nicht gegenüber, die Sitzbänke sind nicht zu benutzen. Die Tafel kann ihr Versprechen nicht halten. Sie stellt in Wahrheit Einsamkeit in der Gemeinschaft dar. Mehr über den
Erdtafel-Zyklus.
Lyrik á la carte

Zur Finissage von Erdtafel III gab es in der Galerie ein Programm, dass so einmalig war wie sein Publikum. Ulrike Göttlich, Lyrikerin aus Kempen, hat aus der Fülle ihrer Gedichte 95 ausgewählt und die Titel auf einer Speisekarte in verschiedene Kategorien gefasst.

Da gibt es u.a.
Glücksteilchen und
Himmlisches, aber auch
SchwerVerdauliches und
Ein Hauch Pikantes. Das Publikum wählte die Gedichte aus, die Ulrike Göttlich dann vortrug. Sofort und gleichzeitig improvisierte Jazzmusiker Konstantin Wienstroer auf seinem Kontrabass. Der Abend verlief so, wie Ulrike Göttlich es auch angekündigt hatte
Es wird eine lustige Veranstaltung werden, in der meine Gäste ihre Berührungsängste verlieren. "Bilder à la carte".