Goldtafel - 14.11.2004
Mit der Goldtafel von Lissy Busch Holitschke bekam nun das letzte Kunstobjekt seinen Platz in der Gemeinschaftsausstellung GOLD. Ganz mit Goldstoff umhüllt wurde ein rund zweieinhalb Meter langer Tisch. Zwei Gedecke mit Besteck und Gläsern stehen an je einer Längsseite des Tisches. Dazwischen sind Kerzen und eine Blumenvase dekoriert.
Alle Gegenstände sind in gold-glänzenden Stoff gehüllt. Lissy Busch-Holitschke beschreibt die Goldtafel als eine Verlockung, die ihr Versprechen nicht hält. Diese Tafel sieht aus der Ferne pompös und prachtvoll aus, doch dies ist mehr Schein als Sein. Das Besteck zum Beispiel ist federleicht und biegsam, damit zum Essen unbrauchbar.
Auch die Kommunikation ist an der Goldtafel nicht möglich. Die Gedecke stehen soweit auseinander, dass man sich eigentlich nicht unterhalten kann. Die Einsamkeit im Miteinander ist ein zentraler Kritikpunkt, den die Künstlerin bereits in dem Zyklus Erdtafel I - III zum Ausdruck brachte. Die Goldtafel wie auch die Erdtafeln spielen mit dem Nichterfüllen von Ansprüchen.
Die Begrüßung der Gäste übernahm Susanne Hille. Statt einführender Worte zum Kunstobjekt trug die Düsseldorfer Konzert- und Opernsängerin Gedichte, Lieder und Texte rund um das Thema Gold vor. Stimmgewaltig und ohne Instrumentenbegleitung sang sie u.a. die Juwelen-Arie, den Klassiker Heart of Gold oder das Volkslied Gold und Silber lieb ich sehr.
Bilder und Informationen zu den früheren Tafel-Projekten von Lissy Busch-Holitschke unter:
Laborprozess - Erdtafel I
Erdtafel III
"Lyrik à la carte"
