Brot und Bilder

Doro Eiker und Jürgen Holitschke starten das Gold Projekt am 3. Oktober 2004. Brot und Bilder heißt der Ausstellungspart von Jürgen Holtischke. Frisch gebackenes Goldbrot wird den Besuchern angeboten und an den Wänden hängen die mit Blattgold gestalteten Bilder. Doro Eicker, Goldschmiedin aus Neuss, zeigt die klassische Verwendung von Gold als Schmuck, aber in ungewöhnlichen Materialkombinationen und Formen.

Die Arbeiten von Doro Eicker bewegen sich um die Themen Lichtschächte / Durchbrüche / Innenräume. Die Ohrstecker
Weizenkorn bringen das goldene Licht selbst zur Erscheinung. Das einfallende Licht wird vom Gold reflektiert. Ein imaginärer Raum entsteht.

Bäcker Johannes Lenders aus Bedburdyck hält einleitende Worte zum Thema Brot. Er erzählt Brotgeschichten, redet vom Wert des Brotes, von den Konsumgewohnheiten der Menschen und übt Kritik an der Ernährungsweise vieler Menschen. Seine Rede wurde begeistert angenommen und viele Besucher nutzten die Gelegenheit einen Bäcker
aufs Korn zu nehmen.

Brot symbolisiert die Identität des Seins und Werdens, während Gold auf die Anwesenheit des Göttlichen hinweist,. In wunderbarer Weise hat Jürgen Holitschke Brot und Gold miteinander verbunden. Dabei ist die Handlung des Brotbackens mit allen ihren Aspekten zum Ritual geworden, das mit seinem meditativen Charakter schon auf Spiritualität verweist. Das Applizieren von Blattgold auf die Brotkruste drückt darüber hinaus den Wert des Brotes auf einer ästhetischen Ebene aus.

Bei der Arbeit an den Bildern und Fotos ist er bewußt spielerisch vorgegangen und hat auch die Materialien verwendet, die der Zufall als Abfälle bereit gestellt hat: die Trägerblättchen und Zwischenblätter der Goldblatthefte und auch Brotkrümel. So hat Jürgen Holtischke das Alltägliche geehrt.

Das Gold liegt auf der Straße. Im sprichwortlichen Sinn erweiterte Jürgen Holitschke die Ausstellung nach außen. Er brachte Blattgold auf Bürgersteigkante und Straße vor der Galerie. Besonders gut hält Blattgold übrigens mit eingetrocknetem Eigelb.

Es entsteht ein Goldband, dass sich von der Strasse bis in den Ausstellungsraum zieht. 17 Steine, Goldbrote, liegen im Raum. Sie sind auf Skizzenbüchern platziert, die wiederum auf einer Kunstzeitung liegen.

Abgerundet wurde die Eröffnung durch Verena Jahreiss. Sie las Auszüge aus verschiedensten Märchen, in denen natürlcih das Gold eine wichtige Rolle spielt.