Bernadette Schwelm - Tu (Du)
Bernadette Schwelm erläutert in ihrer Rede zur Ausstellungseröffnung von Tu (Du) ihre Beweggründe, die sie zu den jeweiligen künstlerischen Ausdruckweisen gebracht haben. So wollte sie mit dem ausgestellten Diptychon ihre Bilder formell soweit wie möglich entspannen und es entstand eine Serie mit Streifen, die sich durch die herunterfließende Farbe bildeten.
Nach dieser enspannenden Erfahrung, sagt Bernadette Schwelm, wollte sie ihre Bilder sowohl emotional als auch formell aufladen. Sie stieß im Französischen auf einen Ausdruck der übersetzt soviel heißt wie Mit dir habe ich aber auch wirklich alle Farben gesehen. Von einer Malerin gemalt, richtet sich dieser Satz natürlich an die Malerei. Im erweitertsten Sinne richtet er sich aber auch an die Liebe, das Leben oder jedes andere große Thema, über das man ernüchtert Bilanz zieht. Die vorherigen abstrakten Linien wurden zu Schriftlinien. Bernadette Schwelm wiederholte den Satz so oft auf der Leinwand, bis er nicht nur unleserlich, sondern zur Malerei wurde.
Die Kußbilder wiederum, so die Künstlerin, sind die natürliche Folge der vorherigen Bilder. Als Bernadette Schwelm erfuhr, dass sie in Deutschland ausstellen würde, wollte sie Bilder malen, die ohne Übersetzungen verstanden werden. Sie wählte drei Worte in drei Sprachen: Tu (Du), Distanz und laugh (lachen), die für die Künstlerin wie die drei magischen Zauberworte der Liebe klingen. Von Küssen umgeben, rückt sie das Tu in das Feld der Liebe.Weitere Informationen über Bernadette Schwelm sind zu finden bei Galerie Küppers
