Galeriejahr 2006
Das war das Galeriejahr bei Judith Dielämmer 2006. Alle Veranstaltungen von Dezember bis Januar - in umgekehrter Reihenfolge.
Dielämmer 06 - Von Wichteln und Werken

Auch die sechste Gemeinschaftsausstellung der Künstlerinnen und Künstler der Galerie war wieder ein Querschnitt durch aktuelle Arbeiten aller Beteiligten. Ebenfalls bereits Tradition hatte das
Öffentliche Wichteln. Die Besucher wurden gebeten etwas Witziges, Kitschiges oder einfach Nettes in den Wichtelsack zu geben und sich im Gegenzug ein Geschenk aus dem Sack zu nehmen. Mit etwas Glück konnte man dann sogar ein kleines Kunstwerk erwichteln. Ausstellungseröffnung und Wicheltn fanden statt am Freitag, den 1.12. Die Ausstellung war bis zum 21.1.2007 jeweils freitags von 18.00 bis 20.00 Uhr geöffnet oder nach Vereinbarung!

Kabarett bei Judith Dielämmer. Am 24. November 2006 gastierten die Drittbrettfahrer aus Neuss in der Galerie. Jens Claassen, Dennis Prang und Galeriemitglied Johannes Schwelm sind
Die Drittbrettfahrer. und bieten Comedy vom Feinsten mit ihrem neuen Programm "Wir nehmen Ihrer Zukunft das Zuhause", Beginn 20.00 Uhr, Lachgebühr 8 Euro.
Maria Tara Koehne - Sequenzen 27.10. - 24.11.2006

Die Galerie präsentiert ab dem 27.10. Werke der Künstlerin Maria Tara Koehne aus Berlin. Die Künstlerin widmet sich der Forschung über Shabda-Vibration, die Relation zwischen Materie und Nicht-Sichtbarem. Koehne erschafft sequenzielle Räume intermedialer Beziehungen mit unterschiedlichen Medien, intendiert gewollt Brüche und pardoxe Zusammenhänge - Sequenzen als Kon-Sequenzen als Sequenzen.

Geboren 1962 im Hochsauerland wurde sie als kleines Kind durch die Stellmacher- und Bildhauerwerkstatt des Großvaters inspiriert. Es folgten Studien zur Indologie, Literaturwissenschaften, Politischen Wissenschaften, Philosophie und Kunst. Die Einführung hielt Winfrit J.F. Wagner, Künstler und Architekt aus Berlin. Die Ausstellung ist jeweils freitags von 18.00 bis 20.00 Uhr geöffnet oder nach telefonischer Vereinbarung unter 02181 - 47 94 83.
Fathers & Sons - Auftaktkonzert

Das Phänomen
Wie der Vater so der Sohn gibt es nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in der Musik. Ihre musikalische Begabung haben die beiden Väter Peter Faller-Lubczyk und Gerd Windges scheinbar an ihre beiden Söhne Lukas Lubczyk und Lambert Windges vererbt.

So entstand vor drei Jahren die Idee einer
Väter-Söhne-Band mit Lukas am Bass, Lambert am Schlagzeug, Peter Faller-Lubczyk an den Keyboards und Gerd Windges an der Gitarre.

Bei der Wahl der Songs mit Titeln wie Hey Joe, Cadillac Blues, oder Hang on Sloopy mussten sich die Söhne auf die musikalische Lebenserfahrung ihrer Väter verlassen. Die Galerie war zum Auftaktkonzert von Fathers&Sons gut besucht und Groupies hatte sich die Band auch gleich mitgebracht.
Dupont & Dupont - 22.9. bis 22.10.2006

Eine Ausstellung von Vater und Sohn. Gemeinsam präsentieren Nicolás und Georges Dupont ihre Malerei. Sohn Nicolás, Jahrgang 1983, absolvierte ein Praktikum als Restaurierer in Dresden. Ab sofort studiert er Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.
Die Eröffnung fand am Freitag, den 22.9. statt. Die Ausstellung ist jeweils freitags von 18.00 bis 20.00 Uhr geöffnet oder nach telefonischer Vereinbarung unter 02181 - 40809. Mehr zu Dupont & Dupont.
Himmlische Frisuren

KunstModeHaarKunste
Ein Haar-Event mit Heaven7 aus Düsseldorf. Bei allen Mutigen und Modebewussten wurde kostenlos Hand ans Haar gelegt und so traumhafte Frisuren kreiert.
KunstMode Eine Kollektion der besonderen ART

In der Zeit vom 18. August bis 15. September geht es in der Galerie hoch modisch her. Mit dem Thema Mode haben sich künstlerisch auseinandergesetzt: Die Gast-Künstlerinnen Claudia Ehrentraut, Maria Gilges, Anne-Marie Morschek und Claudia Zeppenfeld. Aus der Galerie präsentieren zum Thema Mode: Lissy Busch-Holtischke, Janne Gronen, Inge Harms und Anna Neumann. Die Einführung am 18.8.2006 um 20.00 Uhr hilet Jutta Saum, Kunsthistorikerin. Der Besucher-Andrang war enorm, so dass sich die Freunde von Kunst und Mode auch vor der Galerie aufhielten.
Mehr über KunstMode mit Bildern und der Rede von Jutta Saum.
Janne Gronen über KunstModeKunst und Mode und gar KunstMode - ein Widerspruch in sich? Oder eine fruchtbare Verbindung, drückt sich doch in beiden das Erleben und Gestalten von Alltag aus. Stimmungen aufgreifen, Atmosphärisches beeinflussen, Geheimnisse lassen. Was also liegt näher als eine Verbindung, in der beide Elemente Bestand haben?
KunstMode macht was sie will und ist damit der Moderne, dem Drang nach Entwicklung und Erneuerung verpflichtet. Sie zeigt uns die Korrespondenz von Oberfläche und Tiefe. Wählt Motive und Formen, die ungewöhnliches zusammenbringen, ohne beliebig zu sein. Aus thematischen Grundgedanken heraus sind Arbeiten von acht Künstlerinnen entstanden, die individuelle Formensprache, Tragbarkeit oder bizarre UnTragbarkeit geradezu kultivieren.

So wird beispielsweise der Markenfetischismus kritisch ironisiert, die Vielfalt menschlicher HANDlungsmöglichkeiten ins Bild gerückt, wir sehen von Heldentum und Rettungsphantasien, sehen die Spannung von Ver- und enthüllen, Schutz, Abgrenzung, Materialverfremdung, neue Formgebungen, Märchenhaftes und Klingendes. Unsere Ausstellung wie unser KunstModeMagazin , das zur Ausstellungseröffnung vorliegen wird, will Ihnen etwas von der Lust am experimentieren zeigen. Sie sind herzlich eingeladen! Ihre Janne Gronen.
margit schopen-richter: malerei - objekte - installationen

die gebürtige otzenratherin zeigte vom 9. Juni bis zum 7. Juli 2006 werke aus der zeit von 1996 bis 2006. die kunst von margit schopen-richter entspricht nicht der realisierung eines zuvor gefassten planes. im meditativen raum transformiert sie ihre wahrnehmungen in form und farbe auf völlig individuelle art. mit ihrer gegenstandslosen darstellung fühlt sie sich der informellen kunst verbunden. ihr künstlerisches spektrum entwickelte sich von der malerei zur collage plastischen materialbildern hin zu objekten und installationen. die ausstellungeröffnung war am freitag, den 9. Juni um 20.00 Uhr. die ausstellung ist jeweils freitags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr geöffnet oder nach telefonischer vereinbarung.
Von Kunst kann man sich auch ernähren...
Brotlose Kunst? Auch KünstlerInnen müssen manchmal essen...
Im Rahmen von Arbeitsplatz Kunst am 13. und 14. Mai 2006 kochte Judith Dielämmer ein leckeres Kunst-Kultur-Süppchen.

Das Angebot: Kunstobjekte, kleine Editionsarbeiten, Fotos, die exklusiv und nur an diesem Wochenende für'n Appel und 'n Ei zu tauschen waren. Die Besucher waren aufgefordert zum Tausch: Naturalien mitzubringen, die Zutaten für das Kunstmenü. Je vielfältiger, je mehr konnte gegessen werden! Zum Beispiel die Kunst-Verwertungs-Minestrone a la Judith, Möhren, Blumenkohl, Lauch, frischen Spargel, Broccoli, frische Kräuter, Champigons, Gewürze, Ingwer, Paprika, Tomaten, Kartoffeln und, und, und.
Schulz Sievers - Große Gefühle

Große Gefühle bei Judith Dielämmer - Vom 28. April bis 26. Mai 2006 zeigen die Künstler Klaus Sievers und Carsten Reinhold Schulz in einer Gemeinschaftsausstellung Werke aus den Projekten
Streitmuster (Klaus Sievers) und
Die versöhnende Kraft der Saccharose. (Carsten R. Schulz). Die Ausstellungseröffnung war am Freitag, den 28. April. Zur Einführung trug Galeriemitglied
Janne Gronen gut zwei Dutzend
Haikus, sogenannte
Ein-einziger-Atemzug Gedichte vor. Dabei betrachtete sie die Arbeiten der beiden Künstler mit einem Augenzwinkern. Die Ausstellung ist jeweils freitags von 18.00 bis 20.00 Uhr geöffnet oder nach telefonischer Vereinbarung. Mehr Informationen über die beiden Künstler auf den Websites von
Klaus Sievers und
Carsten Reinhold Schulz
Leck mich, lutsch mich, ich
Mildre dein Leid, deine Angst,
lass dich nicht allein
Streit und Versöhnung
Kunstvolles
Gesellschaftsspiel
Katz und Maus zu zweit
Axel Naß - Die Untersuchung

Die Untersuchung, so heißt die Ausstellung des ersten
Preisträgers des Kunstpreises der Galerie Judith Dielämmer. Vom 24.3. bis zum 21.4.2006 sind die Installationen von Axel Naß zu sehen.
Die Eröffnungsrede hielt Galeriemitglied Anna Neumann. Eine Untersuchung dient in der Medizin einer Krankheitserkennung, im Strafrecht ist sie das Ermittlungsverfahren. Untersuchungsgefängnis, Untersuchungsausschuss des Bundestages, alles bekannte negativ besetzte Begriffe.

Aber es kann sich auch um eine Forschung handeln. Was wird hier untersucht bzw. erforscht? Haare? Mehr über
Die Untersuchung von Anna Neumann. Die Ausstellung ist jeweils freitags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr geöffnet oder nach telefonischer Vereinbarung.

In ihrer Ausstellung bei Judith Dielämmer läßt Benadette Schwelm alles um den Kuss kreisen. Bei ihren Kussbildern geht es um die Liebe, das ist dem Zuschauer, welche Sprache er auch sprechen mag, klar. Die Küsse hat Bernadette Schwelm mit ihrem Mund auf die Leinwand gestempelt. "Ich habe dabei an die Körperabdrücke von Yves Klein gedacht, aber auch an die Stempel von Louis Cane aus den 70ern. Yves Klein bspw. brachte die Idee des lebenden Stempels ins Spiel, um die weibliche Sinnlichkeit direkt vom Frauenkörper auf das Bild zu bringen. Louis Cane benutzte einen mechanischen Stempel, um die Kunstwelt an die Rechtmässigkeit der französischen Malerei zu erinnern. Mein Mund ist hier zum Stempel geworden, um einen Mangel anzuzeigen. Das
Tu (Du), das auf dem Bild zu lesen ist, ist durch eine Schablone entstanden. Ich habe das Wort ausgeschnitten, auf die Leinwand geklebt, und darum herumgeküsst (mit Acrylfarbe übrigens).
Ich küsste also nicht das
Tu, sondern nur das Umfeld. Von weitem sehen die Küsse wie rote Blutkörperchen unter dem Mikroskop aus. Es sieht so aus, als hingen sie alle in Gruppen aneinander und folgten einem unbekannten Gesetz."
Die Ausstellung lief bis zum 10. Februar 2006. Weitere Informationen über die Ausstellung aus der Eröffnungsrede von Bernadette Schwelm.